Über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, ist oftmals die Aufforderung die Grenzen der eigenen Vorstellungswelt, oder Komfortzone, zu überwinden. Das fällt den Menschen oft sehr schwer. Auf Ihrem eigenen Teller kennen sie sich aus. Sie können selbst bestimmen, ob Fleisch neben Gemüse liegt, wieviel Soße drauf kommt, was und wieviel, wovon überhaut und in welcher Reihenfolge es verspeist wird. Bleibt ein Rest oder wird auch das letzte bisschen Soße noch mit Brot aufgewischt.

Da spielt es keine Rolle aus welchem Material der Teller ist. Ist er groß oder klein, alt, neu, wertvoll oder schon etwas angeschlagen. Mein Teller; mein Königreich! Darauf konzentriere ich mich, und was auf anderen Tellern los ist geht mich nichts an.

Früher sagte man: „Wat de Buur nich kennt, dat frett he nich!“

Das hat sich heute schon etwas gewandelt. Das es sich auch in kulinarischer Hinsicht durchaus lohnt mal auf andere Teller zu schauen und auszuprobieren, ist heute den meisten Menschen bekannt. Speisen und Gewürze, aus fernen Ländern exotische Zubereitungsarten und Essgewohnheiten sind Importschlager, und die leckerste Art der Völkerverständigung.

Diese fröhlich, sinnliche Neugier, wenn es ums Essen geht, kann man ruhig auch auf andere Lebensbereiche anwenden. Einfach mal schauen, sich nicht gleich den Teller vollladen, ein Probierhäppchen reicht.

Ich erinnere mich noch daran, als ich das erste mal, eher aus Versehen, eine Olive gegessen habe. Ekelig!!! Da folgte ich aber dem Tipp einer Freundin: Jedes Jahr eine, dann geht’s irgendwann. Und so war es auch. Heute gehören sie einfach dazu. Ein Grillabend ohne ist um einiges ärmer.

Falls diese Strategie mal nicht funktioniert, hat man es wenigstens versucht, und die Höflichkeit gebietet es anderen nicht den Appetit zu verderben.

Hier ein paar Tellerränder für viele Gelegenheiten: