Nabelschau; was ist das eigendlich?

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Die selbstbeobachtende Nabelschau gilt als Unwilligkeit, sich mit Gegebenheiten außerhalb der engen Grenzen dieses Blickwinkels abzugeben.

Na klar, völlig eingeengt und unfähig der Grenzenlosigkeit.

Wikipedia gibt außerdem Aufschluss über die Herkunft des Wortes

Der Begriff NABELSCHAU kommt aus dem Griechischen, und bezog sich ursprünglich auf einen nebensächlichen Aspekt der kontemplativen Gebetspraxis des Hesychsmus, einer Strömung der orthodoxen byzantinischen Kirche.

Ab dem 12./13. Jahrhundert breitete sich im byzantinischen Mönchtum eine Gebetspraxis aus, in der völlige äußere und innere Ruhe (griechisch hesychia) angestrebt wird und die daher Hesychasmus genannt wird. Das Zentrum des spätmittelalterlichen Hesychasmus war der Berg Athos. Zu den Merkmalen der hesychastischen Spiritualität, die noch heute in den orthodoxen Kirchen gepflegt wird, gehört eine bestimmte Sitzhaltung beim individuellen Beten. Kritiker, die einen einzelnen Aspekt herausgreifen, verwenden dafür die abwertende Bezeichnung „Nabelschau“.

Ein wesentlicher Bestandteil der hesychastischen Erfahrung sind Lichtvisionen. Die betenden Hesychasten meinen ein überirdisches Licht wahrzunehmen, das sie mit dem Licht gleichsetzen, in dem den Evangelien zufolge Christus auf einem Berg verklärt wurde. Dieses Licht wird Taborlicht genannt, denn bei dem Berg handelt es sich nach außerbiblischer Überlieferung um den Berg Tabor. Gegner des Hesychasmus bestreiten die Zulässigkeit der theologischen Voraussetzungen dieser Annahme.

Die hesychastische Literatur enthält verschiedene Ratschläge für die Körperhaltung und vor allem für die Atmung, die auf Förderung der Konzentration abzielen. Der Körper soll durch seine Haltung die geistige Ausrichtung auf das Herz als Mitte des Menschen und Sitz der Seele unterstützen. Das kann beispielsweise geschehen, indem der Betende sich körperlich auf die Mitte seines Leibes, den Nabel, ausrichtet.

Also, das Genaue Gegenteil der ersten Aussage. Durch das Ausrichten auf die Eigene Mitte dass GRENZENLOS göttliche finden.

Wie auch immer Ihr es damit haltet, für Alle, die Ihren eigen Nabel leid sind hier ein paar Alternativen

Danke an alle Nabelzeiger

Britta Chr. Keller