Hier möchte ich auf ein Buch hinweisen, das uns sehr eindringlich zeigt, wie schwierig es ist Grenzen und Grenzverletzungen im Alltag zu erkennen und Ihre Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit immer wieder zu hinterfragen.

Alexis Jannis verbindet in seinem Buch „Die französische Kunst des Krieges“

die Lebenswelt der heutigen Generation  und ihre Erfahrungen mit der alltäglichen tollerierten Gewalt in der französischen Gesellschaft mit den Erfahrungen  eines ehemaligen Résistancekämpfers und Soldaten in den französischen Kolonialkriegen. Der ehemalige Falschirmjäger und begnadeter Tuschezeichner hat erlebt wie Grenzen der Gewalt überschritten wurden, und weiß von den Schwierigkeiten, ja Unmöglichkeiten, zu berichten mit diese Erfahrungen in ein ziviles Leben zurück zu kehren.

Der Handlung des Buches ist dieses Zitat voran gestellt:

„Wer ist ein Held? Weder ein Lebender noch ein Toter, sondern jemand der die andere Welt betritt und wieder zurückkehrt.“ Pascal Quignard

Sehr lesenswert!

ISBN 978-3-442-74770-2

Britta Chr. Keller